Geschichte der Bademode, des Badeanzugs und des Bikinis

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Wann die ersten Bademoden entstanden sind ist nicht klar belegt. Ca 400 Jahre vor und nach Christus belegen Antike Wandmalereien und Mosaiks, das Frauen Scham und Brust mit zwei Teilen bedeckten, die den heutigen Bademoden sehr ähnlich sind. Die Benutzung dieser zweiteiler geht nicht klar hervor. Ob sie für Sportliche Aktivitäten oder zum Baden benutzt wurden bleibt weiter ein Geheimnis.
Hier beginnt auch die Geschichte des Stoffes aus dem die Skandale entstanden sind.
Die ersten zweiteiler wurden in Jahre 1900 von dem Freiherrn Valentin Lehr kreiert und von Anhängern der Freikörperkultur genutzt. Zwanzig Jahre später wurden Badeanzüge aus Jersey, Trikot und Seide hergestellt und von Frauen genutzt. Streng wurde darauf geachtet das Frauen nicht zu viel nackte Haut zeigen konnten. Wer dieses Gesetz missachtete wurde verurteilt. Mit dem Modewandel von der vornehmen Blässe zur gesunden bräune wurde stets nach einer geeigneter Badebedeckung gesucht.
Die große Beliebtheit der Palm-Beach-Combination, veranlasste 1932 sogar den Senat zu einem neuen Gesetz. Verboten wurde hierbei das tragen von zweiteiliger Bademode. Erlaubt waren nur Einteiler mit Beinansatz. Die Palm-Beach Combination bestand aus, einem Brüstenhalter und einem kurzen Rock oder einer Miederhose.
Der Erfinder des Bikinis 1946 Louis Reard, löste einen Weltweiten Skandal aus.
Umgehend wurden Weltweite Verbote dieser Bademoden verhängt. Die einteiligen Badeanzüge der 50 Jahre, erhielten ein neues Innenleben, damit sie dem damaligen Modediktat von angehobener Brust und Wespentaille weiterhin entsprachen.
Eine neue Chance erhielt der Bikini erst 1959. Zwei Jahre später war das tragen an einigen Strandabschnitten sogar erlaubt. Diese Euphorie dauerte noch zwei weitere Jahre an und wurde erst 1962 durch die Auferstehung des einteiligen Badeanzugs beendet. Die neuen Badeanzüge betonten durch verschiedene Farben die zweiteiligkeit und wurden in der Mitte mit einem Gürtel deutlich getrennt. Ein neuer Skandal in der Bademodenwelt wurde 1964 bekannt, als der Monokini von Rudi Gernreich vorgeführt wurde. Es folgten Tankini, Stringbikinis, Tangabikini, Trikini etc.
Mitte der 60 Jahre mit dem Beginn des Deutschen Wirtschaftaufschwungs, wurde gleichzeitig die kommerzielle Seite der Jugend angeregt. Ausgelöst wurde die Sexuelle Revolution. Diese Wunderwaffe Sex wurde nicht nur von der Bekleidungsindustrie schamlos ausgenutzt. Gezielt setzte die ganze Industrie auf eine Prise Sex und verkauften somit ihre Produkte Gewinnbringend.
Die Bademoden wurden immer ausgefallener und Farbenprächtiger. Gekauft und entwickelt wurde nicht mehr nach Gesetz, sonder tabulos nach Geschmack.
Von diesen Entwicklungen profitierten nicht nur Wasserbegeisterte Weltweit, sonder auch die Wassersportler. Für die wurde der Schwimmanzug gefertigt und bis heute immer weiter entwickelt. Unzählige Rekorde wurden damit schon gebrochen.
Die Schwimmanzüge werden meistens von Sportschwimmern getragen und bilden eine Luftblase im Wasser, die ermöglicht ein schnelleres schwimmen. Sie sind aus Neopren, an einigen Stellen mit Teflon beschichtet und aus einem dehnbaren Lycra Stoff hergestellt . Sie bieten eine maximale Bewegungsfreiheit im freien Wasser sowie in Hallen. Dies Schwimmanzüge dienen dem Schwimmsport und unterscheiden sich deshalb auch optisch von den üblichen Bademoden. Hier wird die Funktionalität in den Vordergrund gestellt und nicht die Mode
Die Modeströme der heutigen Zeit sind vielfältig. In der USA und Lateinamerikanischen Regionen werden Mikrobikini bevorzugt, die nur noch knapp die Schamlippen bedecken. In Europa erfreut sich der Stringbikini großer Beliebtheit, gefolgt vom klassischen Bikini und Tankini bis hin zum einteiligen Badeanzug. In Australien wurde der Burqini erfunden. Durch ihn werden islamische Frauen vom öffentlichen Badevergnügen nicht mehr ausgeschlossen. Mitte der 90 Jahre wurde auch die klassische Badehose der Männer, durch einem Badanzug bereichert. Ein Weltweiter Skandal wurde damit nicht mehr ausgelöst.
Die Herrenbadeanzüge betonen vielmehr den männlichen Körperbau. Die Beine haben Retropant- oder eine Radlerlänge und sind ebenfalls hochgeschlossen. Der vordere Ausschnitt ist etwas tiefer als bei den Damen und sie werden explizit als Herrenbadeanzüge angeboten. Um eine Nahtlose bräune zu erhalten werden die meisten aus Sonnenlicht durchlässigem Stoff hergestellt. Die Farben sind auch dezenter als bei den Frauenbademoden. Größter Beliebtheit erfreuen sich auch die Sportbadeanzüge die Unisex getragen und verkauft werden.
Ob Bikini oder Männerbadeanzug, erlaubt und getragen wird heute alles was gefällt und sich von der Masse abhebt. Individualität und Kreativität werden immer mehr geschätzt.

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