Di. Okt 22nd, 2019

Mein Urlaub mit Monokini

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Der Urlaub steht vor der Tür und das wichtigste Strandutensil fehlt mir natürlich noch – die richtige Bademode für heiße Poolpartys und stundenlanges Sonnenbaden am Meer. Dank der Notfall-Crash-Diät sind die letzten Winterröllchen noch rechtzeitig verschwunden und ich kann mich endlich an die Bademoden Shopping-Tour wagen. Denn nichts ist erbarmungsloser, als das Anprobieren von Bikini und Co., wenn der Winterspeck noch bequem auf der Hüfte ruht. Also erst mal eine Portion Selbstvertrauen auf der Waage tanken und dann los zum Urlaubs-Shopping.

Reihenweise Bikinis in allen möglichen Farben und Formen baumeln vor meiner Nase. Zwischendrin der ein oder andere Badeanzug, aber irgendwie finde ich nicht das Richtige. Streifen und Punkte, Fotodruck oder uni, die übliche Bademode ist zwar ganz nett, überzeugt mich aber nicht. Bis ich plötzlich ihn erblicke. Mit farbigem Schlangenmuster in sehr extravagant und sexy, aber doch verspielt und sweet, lächelt mich ein Sahnestück von Bademode an – ein Monokini der Extraklasse. Ich habe noch nie einen Monokini besessen. Warum eigentlich nicht? Was Besseres gibt es gar nicht. Ein Badeanzug verhüllt zu viel, schließlich möchte ich braun werden und ein Bikini hat irgendwie jeder, aber ein Monokini ist alles in einem: sexy, interessant und ausgefallen.
Die nächste freie Umkleidekabine ist meine und rasch in den Monokini geschwungen drehe ich mich auch schon vor dem Spiegel. Trotz erbarmungslosem Licht und weißen Stelzen gefällt mir, was ich da sehe. Die Crash-Diät hat sich gelohnt und der Monokini sitzt perfekt. Gesagt, getan, das Sahnestück ist mein. Der Urlaub kann kommen.

Zwei Wochen später und endlich im Hotel angekommen, kann ich es kaum erwarten, meinen neuen Monokini am Strand auszuführen. Mit Sonnencreme und Badetuch unter dem Arm wandere ich Richtung Strandliege und genieße die Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Mein Blick streift über das Meer und bleibt an einer Gruppe verdammt gut aussehender Jungs hängen, die Wasserball spielen. Und während ich so verträumt auf das Meer starre, landet plötzlich der Ball vor meinen Füßen. Ich bemühe mich ihn möglichst galant aufzuheben und bringe den Ball Richtung Wasser. Einer der Jungs kommt mir entgegen, lächelt mich an und wirft den Ball seinen Freunden zu. „Hi, ich bin Christian. Hast du Lust mit mir was Trinken zu gehen?“ Ich muss lachen und stimme zu. Gemeinsam gehen wir Richtung Strandbar und ich spüre die Blicke der Jungs in meinem Rücken und gratuliere mir zu der Wahl des Monokinis. Besser hätte mein Urlaub gar nicht anfangen können.

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